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Susanne Juliana Bosch

Heilpraktikerin (Psychotherapie), Autorin

Praxis für Körperpsychotherapie

Körperpsychotherapie, Traumatherapie,

Buddhistische Psychologie, Meridian-Klopf-Therapie

Ausbildung Buddhistische Psychologie + Heilpraktiker (Psych.)

Mein Blog

Blog

Nacht-Zauberin

Posted on August 18, 2020 at 10:15 AM Comments comments ()
Nacht-Zauberin

Der kühle, dunkelblaue Schleier, der sich sanft über Felder, Wiesen und Wälder legt ist durchzogen von silbrigem Sternen-Glitzerlicht wie das Gewand einer großen Zauberin. Mit ihrem Licht aus Mondschein öffnet sie unsere Herzen, ohne dass es uns bewusst ist. Hast du schon einmal bemerkt wie intensiv unsere Empfindungen in der Nacht sind? Wenn wir uns hinlegen, unsere Augen schließen und uns in das Land der Träume gleiten lassen, sind die Tore zu unserem Herzen und zu unserer Seele weit geöffnet. Die Phantasie malt Traumbilder in den unglaublichsten Farben. Sehnsucht, Freude und Liebe aber auch Angst und Schmerz zeichnen Geschichten und unsere Empfindungen brennen heiß in unseren Herzen.
Wir sind offen, verletzlich und empfindsam wie Kinder. Die Magie der Nacht-Zauberin umfasst uns alle wie ein kühler, dunkler Schleier.

Als ich Kind war, stellte ich mir vor, dass die Nacht mit ihrem Zauber, die Spielfiguren an meinem Bett lebendig macht. So konnten wir gemeinsame Abenteuer erleben, Pumuckel, Biene Maja, Nils Holgerson und ich. Und all die Wald-Wesen, die mich am Tage im Spiel begleitet hatten, waren auch dabei. Die Nacht war eine große Zauberin für mich und eingebettet in ihre Magie, erlebte ich Trost und Abenteuer zugleich mit meinen Begleitern.

Die Nacht-Zauberin lehrt uns jede Nacht das Loslassen. Es ist eine kostbare Zeit, die uns selten bewusst ist. So empfindsam wie im sanften Raum zwischen Wachen und Schlaf sind wir selten. Alle Rhythmen in unserem Körper verändern sich und das Tor zu unserem Unterbewusstsein ist weit geöffnet.
Lass dich auf das Gleiten ins Ungewisse ein und sei sanft mit dir in deinen Gedanken. Gib je einen Tropfen Sanftmut, Liebe und Mitgefühl in deinen Geist. Nutze diese kostbare Zeit für dich.

Wenn es Menschen in deinem Leben gibt, denen du dein Herz verschlossen hast, weil sie dich vielleicht verletzt haben, kannst du versuchen ihnen in diesem Moment einen Gruß aus deinem Herzen zu schicken. Verstricke dich nicht in Geschichten, sende einfach einen Gruß von Herz zu Herz, auch wenn dieser Mensch bereits verstorben ist. Diese Geste kann Frieden und Heilung einladen.
Wenn du Mühe hast einzuschlafen, setze dich noch einmal hin und lausche deinem Atemrhythmus. Lass alle Gedanken ziehen und verbinde dich ganz mit deinem Atem, so als ob du dich sanft in die Arme der Nacht-Zauberin kuscheln würdest.
Gib dich hin und fließe mit dem Loslassen in eine zauberhafte Nacht.
Und wenn du mitten in der Nacht aufwachen solltest, übe auch dann die Sanftmut des Loslassens mit dir und lausche deinem Atem. Folge ihm in deinen Körper hinein und wieder hinaus. Vertraue der Nacht-Zauberin, sie weckt dich nicht, um dich zu ärgern, sie weckt dich, damit du dich zum Beispiel in Sanftmut und Loslassen übst. Wenn du nicht weißt, warum sie dich weckt, frage sie und sie wird dir antworten.

In einem Spruch heißt es „in der Nacht sind alle Schaukeln frei“.Vielleicht treffen wir uns beim Schaukeln?
Susanne

Den Stillstand heilsam nutzen

Posted on March 18, 2020 at 7:20 AM Comments comments ()
Den Stillstand heilsam nutzen

Die momentane Situation, die Krise rund um COVID 19, der öffentliche Stillstand fordert von allen Menschen einen respektvollen und achtsamen Umgang.
Mir sind zwei Dinge wichtig, die ich hier gerne teilen möchte:
* Ein paar Gedanken zum Thema Angst und was sie in uns auslöst
* Wie kann ich die Krise nutzen für mein Wohlbefinden, was hält mich gesund?

Keine Frage, es braucht einen achtsamen Umgang mit der Situation. Die Bundesregierung hat bestimmte Verbote erteilt, an die es sich zu halten gilt.
Trotzdem ist es mir wichtig, dich auch dazu anzuregen darüber nachzudenken, was gerade mit uns - und um uns drum herum - passiert.
Eine Ärztin schrieb in einem Portal, dass wir gerade einer „Massen-Hypnose“ unterliegen. Diese Überlegung möchte ich aufgreifen, um ein paar Gedanken in dir anzuregen.
Die Technik, die in der Hypnotherapie angewendet wird, um einen Klienten in einen Trancezustand zu versetzen ist das Wiederholen von bestimmten Worten und Inhalten. Gleichzeitig sollen möglichst viele Sinneskanäle angesprochen werden, damit die Interventionen vom Unterbewusstsein des Klienten aufgenommen, gemerkt und umgesetzt werden können. Hierzu ist kein schlafähnlicher Zustand (Trance) notwenig. Der Trancezustand intensiviert die Interventionen (lediglich).

So, wenn man diese Informationen auf die aktuelle Situation überträgt, wird schnell klar, dass die Worte, mit denen wir Menschen gerade auf vielen Wegen „beschallt“ werden, keine heilsamen Auswirkungen auf unseren Organismus haben. Wir hören und lesen Worte wie „Krankheit, Tod, Quarantäne, Pandemie, Verschlimmerung, Ansteckung, besondere Vorsicht, Krise, Katastrophe …und so weiter“.
Wir sehen Bilder die das untermalen, es riecht an vielen Orten nach Desinfektionsmitteln … Kurzum wir werden auf vielfältigen Wegen mit Informationen versorgt, die unser Organismus in einen Ausnahmezustand versetzen. Es geschieht eine öffentliche Fixierung auf Gefahr. Dies löst in unserem Gehirn einen bestimmten Reaktionsmechanismus aus, der dazu führt, dass unsere Urteilsfähigkeit eingeschränkt ist. Und die Möglichkeit, dass die kollektive Angst, die als Unterton in allen Meldungen mitschwingt den Organismus des einzelnen mit der Ausschüttung von Stresshormonen konfrontiert, ist gegeben.
Unser Immunsystem braucht jedoch Sicherheit und Angstfreiheit, um stark und gesund zu bleiben.
Deshalb ist es mir so wichtig dazu anzuregen, dass wir darüber nachdenken, wie wir diese Krise sinnvoll und heilsam nutzen können!
Und wie wir einen gesunden Abstand erreichen können zu den angstmachenden Nachrichten. Dies funktioniert dann, wenn ich eine gute und liebevolle Verbindung zu mir selbst aufbaue.
Dies heißt nicht (!) dass man sich den Vorgaben widersetzen soll.

In manchen Berichterstattungen wird die expansive Ausbreitung von COVID 19 gleichgesetzt mit der Gefährlichkeit des Virus. Hier finde ich wichtig zu bedenken, dass diese Schlussfolgerung nicht korrekt ist. Der Übertragungsweg, der zu einer Infektion führt ist die Tröpfen- und Schmierinfektion. Diese Übertragung ist sehr schwer zu kontrollieren. Allein daran liegt es, dass sich die Infektion so rasch ausbreitet und das ist der Grund für die Vorsichtsmaßnahmen im Kontakt mit anderen Menschen.
Im Moment werden Menschen flächendeckend getestet und untersucht. So eine Situation hatten wir noch nie. Das heißt, die Zahlen, die uns gerade zur Verfügung gestellt werden, gab es bei keiner anderen Virusinfektion. Die expansive Ausbreitung geschieht bei allen Infektionskrankheiten, die denselben Übertragungsweg haben (Tröpfchen-/Schmierinfektion). Nur hatten wir nie Zahlen, anhand derer wir verfolgen konnten wie viele Menschen sich gegenseitig anstecken.

Wenn ich die Nachrichten höre, dass in Wuhan die Vögel wieder singen und dass der Himmel wieder blau ist, dass in Triest die Delfine näher ans Land schwimmen, weil keine Schiffe mehr im Wasser verkehren und dass das Wasser in den Kanälen von Venedig wieder klarer wird …
dann frage ich mich, ob die Natur diese „Auszeit eingefordert“ hat?
War es notwendig, dass wir so massiv an eine Grenze geführt werden, damit wir „aufwachen“?

Und diese Überlegung führt mich zu meinem zweiten Punkt hier in diesem Artikel:

Wie kann ich die Krise heilsam nutzen?

Bezüglich der Überlegungen, dass durch die negative Informationsflut unsere bewusste und unbewusste Angst aktiviert wird, ist es wichtig, dass man möglichst nur ein mal am Tag die aktuellen Nachrichten verfolgt. Suche dir eine seriöse Informationsquelle aus und vermeide die Flut an Meldungen.
Hier ist schon eine wichtige Abgrenzung deinerseits notwendig.
Sollte dir das schwer fallen (denn der Mensch neigt dazu Sensationen „gierig zu verfolgen“), dann versuche folgende Übung:

Verbindung zu dir / Abstand vom äußeren Geschehen
Wenn du den Drang spürst immer mehr und mehr Nachrichten zu konsumieren, entwickle eine heilsame, innere Autorität (wie ein liebevoller, aber konsequenter Elternteil) und sage dir zunächst selbst „ich habe alle notwendigen Informationen, die ich im Moment brauche bereist erhalten“. Nimm dir dann einen Moment Zeit und schließe nach Möglichkeit deine Augen. Du kannst dir eine Hand auf deinen Brustkorb legen, wenn dir das gut tut. Lass dich etwas tiefer atmen und achte darauf, dass du in den Bauch atmest. Bleibe im Kontakt mit deinem Atem und spüre, wie er durch deinen Körper fließt. Er massiert sanft deine inneren Organe und er versorgt deinen Körper mit Sauerstoff. Spüre deinen Körper und deinen Atem im jetzigen Moment.
Wenn dich Gedanken ablenken, komme zurück zu deinem Atem und spüre wie sich deine Bauchdecke hebt und senkt. Genieße die natürliche Entspannung, die sich durch diesen kurzen Moment der Achtsamkeit einstellt.
Öffne deine Augen wieder und tue bewusst etwas anderes. Öffne ein Fenster, schau nach draußen und nimm die frische Luft wahr. Gehe ein paar Schritte umher, schau dich in der Umgebung um, in der du gerade bist. Auch hier wieder mit der Intension einer liebevollen, aber konsequenten inneren Autorität. Grenze dich ab von dem was dir nicht gut tut.

Eine weitere Achtsamkeitsübung, die hierfür genutzt werden kann, oder auch darüber hinaus genutzt werden kann, dass du eine gute und heilsame Verbindung zu dir selbst aufbauen kannst, ist eine Atemübung nach Thich Nath Hanh:
Einatmen und denken „ich atme ein“
Ausatmen und denken „ich atme aus“
Einatmen und denken „Körper und Geist beruhigen sich“
Ausatmen und denken „ich lächle mir zu“
Einatmen und denken „dieser Moment“
Ausatmen und denken „ist ein guter Moment“

Bei den Achtsamkeitsübungen, die im Moment wirklich sehr zu empfehlen sind, geht es darum dich mit dir selbst zu verbinden, deinen Geist zu klären und zu fokussieren, dich abzugrenzen und eine Basis zu legen, wie du die Auszeit heilsam für dich nutzen kannst.

Was stärkt dein Immunsystem und was hält dich gesund?
Wie oben schon erwähnt, braucht unser Immunsystem Sicherheit und Angstfreiheit um uns gesund halten zu können.
Was uns Menschen zum Beispiel Sicherheit und Geborgenheit vermittelt, sind soziale Kontakte, Kontakte zu Tieren und Erlebnisse in der Natur.
Zur Zeit ist es (paradoxer Weise ;-) ) aus „Sicherheitsgründen“ empfohlen soziale Kotakte zu vermeiden. Hier braucht es deine Kreativität. Wie kannst du in Kontakt kommen mit anderen Menschen, ohne dich einer Infektionsgefahr auszusetzen?
Unsere digitale Welt ermöglicht uns hier einige Alternativen. Manche Menschen werfen Nachbarn, gefährdeten Personengruppen Zettel in den Briefkasten und bieten Telefonkontakte an.
In Italien haben Menschen bei geöffneten Fenstern gemeinsam gesungen.
Das Kuscheln eines Tieres setzt Endorphine (Glückshormone frei und aktiviert den Teil unseres Nervensystems (Parasympathikus), der für die Organerholung zuständig ist.
Nutze die Natur. Schau dich um in der erblühenden Schönheit, die uns zur Zeit umgibt und genieße möglichst viel frische Luft!
Achte auf Bewegung. Wenn du zur Zeit nicht nach draußen kannst, dann bewege dich drinnen. Auch kleine Dehnübungen oder Yoga Positionen vermitteln deinem Körper ein angenehmes Wohlgefühl. Auch hierbei geschieht eine Verbindung zu dir selbst. Im Internet gibt es viele Anleitungen und Anregungen zu Bewegungseinheiten, die du zu Hause praktizieren kannst.
Nutze Humor, um dein Immunsystem zu stärken und um einen gesunden Abstand von der Angst zu halten.
Und noch eine Empfehlung für einen gesunden, stärkenden Vitamin Kick:
Ingwer-Kurkuma-Shot:
Zutaten:
100 g frische Ingwerwurzel
2 -3 Stücke frische Kurkuma Wurzel (3cm)
3 Zitronen
4 Orangen
schwarzer Pfeffer
Zitrusfrüchte auspressen, Ingwer + Kurkuma klein schneiden. Alles in den Mixer und gut pürieren. Durch ein Haarsieb streichen und in eine Glasflasche füllen.
Täglich ein Schnapsglas voll trinken
stärkt die Immunabwehr, hat antibakterielle, entzündungshemmende und antioxidative Wirkung.

Wenn dich die Angst beschäftigt, lade ich dich ein mit mir gemeinsam achtsame Selbsthilfe zu praktizieren: Du kannst in den Videos direkt mitmachen:

Meridian-Klopf-Therapie

Tapas Akupressur Technik:

Ich wünsche uns allen eine Zeit der heilsamen Veränderung. Lass dein Herz geöffnet und geh in eine liebevolle Verbindung zu dir selbst und zu anderen Menschen.
Susanne J. Bosch


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